Wer sind die First Responder?

Die Bezeichnung "First Responder" bedeutet: erst eintreffender Helfer. In Bordesholm gibt es inerhalb der Freiwilligen Feuerwehr  eine First Responder Gruppe, mit derzeit 9 Mitgliedern. Diese sind mindestens  Ersthelfer mit zusätzlichen Kenntnissen in Notfallhilfe. Das besondere an der First Responer Gruppe Bordesholm ist, dass diese zum Großteil aus ausgebildeten Rettungssanitätern und Rettungsassistenten besteht.

Bei den First Respondern geht es darum, die Zeit vom Unfallereigniss bzw. dem Eingehen des Notrufes in der Rettungsleitstelle, bis zum Eintreffen des Rettungswagens/ Notarztes zu überbrücken. Es kommt immerwieder zu Situationen, in denen das Eintreffen des alarmierten Rettungswagens sich erheblich verzögern kann, weil beispielsweise    kein nahegelegener Rettungswagen frei ist  oder schwieriege Witterungsverhältnisse die Anfahrtszeit des Rettungswagens verlängern.

In diesen Fällen rücken die First Responder aus. Oft  sind die ehrenamtlichen Retter schon fünf bis zehn Minuten vor Eintreffen des Rettungswagens vor Ort. Das kann Lebenretten!

Ausgerüstet mit einem speziellen First Responder Fahrzeug und medizinischen Materialien, wie Kindernotfallkoffer, medizinischer Sauerstoff, Defibrilator usw. sind die schnellen Retter optimal ausgerüstet.


Pressemitteilung:

Die Gemeinde hilft den Rettern

Bordesholm - Eine spezielle Einsatzgruppe der Feuerwehr Bordesholm rückt seit Jahren zur Erstversorgung von Verletzten bei Notfällen aus. Bislang kam die „First Responder“ genannte Gruppe bei ihren zahlreichen Einsätzen selbst nicht zu Schaden. Zum Glück: Die Blauröcke waren nämlich nicht versichert.
 
Die Feuerwehrleute Marko Lübker, Carsten Garbrecht, Dennis Lübker, Stefan Bumann und André Dickow (stehend von links) sowie Benjamin Grope, Andreas Gysler, Torsten Bekendorf
Foto: Tietgen

Eine Gesetzesüberprüfung des Innenministeriums brachte den fehlenden Versicherungsschutz der bis zu zehn ehrenamtlichen Feuerwehrleute ans Licht. Die Einsätze der Erste Hilfe-Spezialisten waren als Sonderaufgabe nicht durch das Brandschutzgesetz des Landes abgedeckt, somit hätte die Unfallkasse im Schadensfalle nicht zahlen müssen. Jetzt ist die Gemeinde eingesprungen: Während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter wurden die Einsätze als Sonderaufgabe in die Bordesholmer Gemeindeordnung eingetragen.

Der Grünen-Vertreter und gelernte Krankenpfleger Michael Slogsnat hatte während der Sitzung die lebensrettende Arbeit der First Responder erläutert. Durchschnittlich ein Dutzend Mal pro Jahr versorgt die Gruppe mit Notfallkoffer, Sauerstoffflasche und Defibrillator Verletzte bei Unfällen und überbrückt so die Wartezeit bis zum Eintreffen der eigentlichen Rettungswagen.

(Quelle: Kieler Nachrichten)